Was ist MAMABerlin?

Das klassische Familienmodell ist nicht mehr Norm, sondern nur noch eine von vielen Möglichkeiten. Zumindest in den Großstädten. Da herrscht (schon?) ein anderer Wind: Solange das Kind genug von beiden hat, ist es ihm egal, ob Mama und Papa nun ein Paar oder nicht ein Paar sind - Eltern sind sie allemal. Und bei den Louis, Lena und Rike ist es genauso, das ist besser, als ständig Streit. Ein Kind will Liebe, Essen, Fürsorge - so viel, wie es geht und weiß sie sich die zu holen! Nur die Erwachsenen haben inzwischen so viele Möglichkeiten, dass sie gar nicht mehr genau wissen, was denn nun das beste für sie ist: Mit, ohne, Familie auf Teilzeit? Sie sind  zerrissen zwischen Freiheitsstreben, Liebe, Frust und Verantwortungsgefühl, schlechtem Gewissen und undefinierter Sehnsucht ... Unsere Kinder juckt das alles gar nicht. 


MAMABerlin befasst sich mit der Tatsache, dass heute immer mehr Kindern mit getrennt lebenden Eltern aufwachsen. Vor allem in den deutschen Großstädten ist die alleinerziehende Mutter fast schon die Regel. Die "Berliner Ehe" ist inzwischen geflügeltes Wort für die gemeinsame Erziehungsverantwortung über (mindestens) zwei Haushalte, denn auch die beschönigte Patchwork-Familie hält nicht zwangsweise für immer. Das Aufbrechen der traditionellen Familienstruktur hat weitreichende rechtliche, soziale, gesellschaftliche aber auch kulturelle Folgen. Sind wir da ausreichend gewappnet?